Tropische Wirbelstürme in Thailand – Zyklone und Taifune – พายุไซโคลน

Zyklone Thailand
Tropische Wirbelstürme in Thailand - Zyklone und Taifune

Taifune Thailand – Tropische Zyklone

▷ Auch in Thailand gibt es von Zeit zu Zeit tropische Wirbelstürme. Man nennt die Wirbelstürme die in Asien wüten Zyklone oder Taifune.
Sie kommen normalerweise aus der Richtung des südchinesischen Meers oder dem westlichen Nordpazifik. Die meisten Taifune bilden sich zwischen Mai und November.

Unterschiede:
Schwere tropische Wirbelstürme – Zyklone – Taifune

Alle drei Begriffe bezeichnen das gleiche Wetterphänomen. Je nachdem, wo die Stürme auftreten werden sie unterschiedlich genannt.

  • Taifune: Im Nordwestpazifik vorkommende schwere Stürme werden Taifune genannt.
  • Tropische Zyklone: Im südwestlichen indischen Ozean nennt man sie tropische Zyklone.
  • Schwere tropische Zyklone: Im südwestlichen Indischen Ozean und im südwestlichen Pazifik bezeichnet man die Stürme als schwere tropische Zyklone.
  • Schwere Wirbelstürme: Im nördlichen Indischen Ozean nennt man die auftretenden Stürme „schwere Wirbelstürme“.

Klassifizierung der Stürme in Asien

Die Zyklone über Asien klassifiziert man nach Ihrer Stärke und Windgeschwindigkeit:

1. Tropischer Sturm

Ein tropischer Sturm bildet sich aus einer Ansammlung von Wolken und Gewittern mit einer geschlossenen Zirkulation. Ein tropischer Sturm hat kein Auge und hat auch nicht die Spiralform von stärkeren Stürmen. Als tropischen Sturm (Tropical Depression) bezeichnet man einen Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 118 km/h.

2. Taifun | tropischer Wirbelsturm | Zyklon

Ein Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm der in Südostasien, Ostasien und im nordwestlichen Teil des Pazifiks vorkommt. Er wird durch ein starkes Tiefdruckgebiet gebildet. Als Taifun bezeichnet man einen Sturm wenn die maximal anhaltende Windgeschwindigkeit mehr als 118 km/h beträgt. Taifune gehören zu den schwersten Naturkatastrophen im Nordwestpazifik. An der Westküste Thailands gibt es immer wieder verheerende Wirbelstürme.

Man unterteilt tropische Wirbelstürme in 5 Gefahrenklassen:

Stärke 1 mit 118-153 km/h: Schwacher tropischer Wirbelsturm
Stärke 2 mit 154-177 km/h: Mäßiger tropischer Wirbelsturm
Stärke 3 mit 178-209 km/h: Starker tropischer Wirbelsturm
Stärke 4 mit 210-249 km/h: Sehr starker tropischer Wirbelsturm
Stärke 5 mit 250-380 km/h: Zerstörender tropischer Wirbelsturm

Risiko für tropische Wirbelstürme in Thailand

Thailand hat auf Grund seiner Lage ein verhältnismäßig geringes Risiko für tropische Stürme und Taifune. Meist sind die Stürme in Thailand ausregnende Überreste von Taifunen die über Vietnam und Laos gewütet haben. Es kommt allerdings ab und zu mal vor, dass ein Tropensturm auch auf Thailand übergreift. Manchmal gelangen sie in den Golf von Thailand und in die Andamenensee.

Im Süden und an den Küsten sind die Stürme am stärksten. Im Landesinneren lässt die Windgeschwindigkeit wegen dem Hindernis der Bergketten nach. Dort wird die Wucht der Stürme abgeschwächt.

Wann treten Stürme in Thailand auf?

Tropische Zyklone durchqueren 3 bis 4 Mal pro Jahr die Provinzen von Thailand.

  • Januar bis März: Die Wirbelstürme sind bisher noch nie in den Monaten Januar bis März aufgetreten.
  • April: Im April gibt es normalerweise die ersten tropischen Wirbelstürme in Thailand.
  • Mai bis November: Die meisten Taifune bilden sich zwischen Mai und November. Reste von Stürmen können auch Thailand treffen. Am Mekong und am Saluen Fluss kann es durch kräftige Regenfälle zu Hochwasser kommen.
  • August: Im August gibt es vor allem im südchinesischen Meer wieder Stürme. Thailand bekommt davon immer ein paar Ausläufer ab. Die Stürme ziehen über die Insel Hainan im südchinesische Meer nach Westen.
  • September: Der eine oder andere Sturmausläufer aus dem südchinesische Meer erreicht auch den Isaan.
  • Oktober: Mit dem auflebenden Nordostmonsun im Oktober verschieben sich die Stürme in Richtung Süden. Jetzt erreichen die Sturmausläufer nicht mehr nur den Isaan, sondern auch den Golf von Thailand. Darüber hinaus treten ab und zu tropische Stürme auf, die vereinzelt bis in die Andamanensee ziehen, wo sie sich weiter verstärken.
  • November: Im November können vor allem die Provinzen Chumphon und Prachuap Khiri Khan von heftigen Stürmen überrollt werden. Überall dort an der Ostküste muss man im November mit heftigen tropischen Stürmen rechnen.
  • Dezember: Im Dezember können immer noch Stürme oder ihre Ausläufer noch die Ostküste der Halbinsel mit den die Provinzen Chumphon und Prachuap Khiri Khan gelangen. Auch der Südosten des Isaan kann betroffen sein.

Die Regenzeit in Thailand geht von Mai bis Anfang November.
Die Stürme kommen zum Glück nicht jedes Jahr vor, man sollte aber wissen, dass es sie in dieser Zeit geben kann.

Historie der tropischen Stürme in Thailand:

Der Tropischer Sturm „HARRIET“ traf die Provinz Nakhon Si Thammarat
Der Taifun „GAY“ traf im November 1989 die Provinz Chumphon
Der Taifun „LINDA“ traf 1997 auf die Provinz Prachuap Khiri Khan

Nur ab und zu kommt es vor, dass ein Tropensturm auch auf Thailand übergreift.

Aktuelle Sturmwarnungen für Thailand | Unwetterwarnung

4. bis 8. April 2018: Das Department of Disaster Prevention and Mitigation hat vor unsaisonalen Sommerstürmen gewarnt. Es sollen 61 von den 77 thailändischen Provinzen von den Sommerstürmen betroffen sein.
Die Sommerstürme und heftige Gewitter führen zu starken Windböen und zu Unwetter.

Erwartet wird das Unwetter:
Vom 5.-7. April im Nordosten und Osten von Thailand:
Vom 6.-8. April in Nordthailand und Zentralthailand.

16. August bis zum 19. August 2018
Der Taifun Mangkut erreicht viele Provinzen in Thailand. Der nationale Wetterdienst in Thailand warnt vor sintflutartigem Regen und vor Sturzfluten. In den Provinzen im Norden und Nordosten ist mit Erdrutschen zu rechnen.

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