Sitten und Bräuche in Thailand

Thailaändische Antiquität
Das Königspaar grüsst eine Buddha Statue mit einem Wai

Sitten und Bräuche in Thailand

► Die thailändische Stadt- und Landbevölkerung ist sehr traditionsbewusst und liebt und verehrt Ihren König. Auf dem Land noch mehr als in der Hauptstadt Bangkok.
Die Thais sind gläubige Buddisten und weltoffen gegenüber Ausländern und anderen Religionen. Ausländer mit weißer Hautfarbe nennt man in Thailand „Farang“.

Wenn man es auch nicht glaubt, Thais sind sehr scheu und schüchtern aber doch neugierig. Als Ausländer sollte man die Sitten und Bräuche in Thailand respektieren.

Die meisten ausländischen Touristen kennen nur die lächelnden, lustigen, kommunikativen Thais aus Restaurants, Hotels, Bars, Garküchen, Taxifahrer und Verkäufer auf den Märkten. Aber, vor allem auf dem Land und privat im Kreis von Familie und mit Verwandten oder mit Fremden verhalten sich Thais anders.
Im Land des Lächelns – Thailand – gibt es viele traditionelle Bräuche und Sitten, die man als Besucher Thailands kennen und respektieren sollte.

Was sollte man in Thailand beachten:

Die thailändische Begrüßung – der Wai

In Thailand begrüßt man sich nicht mit Hände schütteln, sondern mit einem Wai. Beim Wai faltet man seine Hände und beugt den Kopf. Es ist eine Begrüßung, die je nach Status der Personen immer unterschiedlich gehandhabt wird. 90 % der Ausländer machen den Wai falsch – auch wenn Sie schon Jahrzehnte in Thailand wohnen. So geht der Wai.

Lächeln

In Thailand wird unentwegt gelächelt. Wenn man lächelt, dann wirkt man sympathisch auf die Thais. Mit einem Lächeln kann man sich entschuldigen, sich bedanken und einen Wai eines Kindes oder einer Servicekraft erwidern.

Thai König

Der thailändische König wird in Thailand geliebt und verehrt. Es gibt in Thailand ein Gesetz das beleidigende Äußerungen unter Strafe stellt. Es ist das thailändische Majestätsbeleidigungsgesetz oder auch Lèse-Majesté-Gesetz genannt. Für Majestätsbeleidigung kann man bis zu 30 Jahre ins Gefängnis kommen. Die Gefängnisstrafen drohen auch Ausländern! Auch die Bilder des Königs werden verehrt und dürfen nicht verunglimpft werden. Wer zum Beispiel auf einen Thai Geldschein mit den Füßen tritt, der verunglimpft den König, da ein Bild des Königs auf jedem thailändischen Geldschein und jeder thailändischen Münze ist. Die Füße gelten in Thailand als niedrigsten Körperteil im Sinne von Unwürdigkeit.
Die Gesetze in Thailand gegen Majestätsbeleidigung sind drakonisch. Letztes Beispiel vom August 2015: Ein Militärgericht verurteilte einen Mann wegen Majestätsbeleidigung zu 30 Jahren Haft, weil er kritische Kommentare zum König auf Facebook geschrieben hatte. Es gilt bei einem Thailandaufenthalt die Würde des Königs zu respektieren und entsprechend umsichtig zu sein.

Thailändische Nationalhymne

Wenn im Freien, Fernsehen oder im Kino die Nationalhymne gespielt wird, meist um 8:00 Uhr und um 18:00 Uhr, dann stehen alle anwesenden Thais auf und legen die rechte Hand auf das Herz und unterbrechen Ihre Tätigkeit. Es wird auch von Ausländern erwartet, dass Sie zu Ehren Ihres Königs aufstehen und Ihre Tätigkeit unterbrechen.

Thais bleiben stehen und unterbrechen Ihre Arbeit

Jeden Tag morgens um 8:00 Uhr und abends um 18:00 Uhr wird im Fernsehen, im Radio und auf allen öffentlichen Plätzen die thailändische Nationalhymne gespielt. Während die Nationalhymne spielt bleiben die Thais regungslos stehen und unterbrechen Ihre angefangene Arbeit. Auch als Ausländer sollte man das so machen.

Der Kopf der Thais

Symbolisch gilt der Kopf bei den Thais als das „wertvollste Körperteil“ und wird daher als das „würdigstes Körperteil“ besonders geschützt. Dem buddhistischen Glauben nach ist der Kopf der Sitz der Seele und damit heilig. Fremde dürfen den Kopf und auch die Haare von Thais nicht berühren, auch nicht als liebevolle Geste bei Kindern. Man sollte Thais auch nicht am Körper berühren. Auch keine Umarmung. Falls einem das aus Versehen passiert entschuldigt man sich höflich.

Haare schneiden

In vielen Regionen von Thailand glaubt man, dass Haare schneiden an einem Mittwoch Unglück bringt. Viele Friseure auf dem Land haben deshalb am Mittwoch geschlossen.

Haus putzen in der Nacht

Viele abergläubige Thais glauben, dass man das Haus nicht Nachts putzen darf, weil sonst das Geld aus dem Haus verschwindet.

Die Finger und Hände – Geld geben mit der rechten Hand

Mit den Fingern sollte man niemals auf Personen zeigen, sondern nur auf Gegenstände. Gibt man jemandem Geld, Essen oder ein Geschenk, dann nutzt man dazu immer die rechte Hand. Die linke Hand gilt, genau wie die Füße, als unrein. Mit der linken Hand reinigt man sich auf der thailändischen Toilette.

Toilettenpapier im Restaurant

Toilettenpapier sucht man auf der normalen thailändischen Toilette vergebens. Thais benutzen nur Wasser um sich zu reinigen.
Eine Toilettenpapierrolle steht aber in etlichen Restaurants auf dem Tisch. Die Toilettenpapierblätter werden als Servietten genutzt.

Die Füße der Thais

Bei den Thais gelten die Füße als das „schutzigste unwürdigste Körperteil“ und sind daher ein unreines Körperteil im Glauben der Thais. Wenn man mit Thais auf dem Boden beim Essen sitzt, der sollte darauf achten, dass die Zehen der Füße nicht in Richtung einer Person, einer Buddha Statue oder auf ein Bild der Königsfamilie zeigen. Das wäre eine schlimme Beleidigung für denjenigen auf den die Füße zeigen.

Auf dem Boden sitzen mit Thais

Wenn man von seinem Platz auf dem Boden woanders hin möchte, wie z.Bsp. auf die Toilette, dann darf man nicht über sitzende oder liegende Thais hinwegsteigen. Man muss außen herum gehen. Begegnet man jemand, dann muss man sich gebeugt an der Person vorbei bewegen. Beim Essen bei den Thais zu Hause sitzt man auf dem Boden.

In ein Restaurant Essen gehen mit Thais

Wer zum Essen einlädt, der muss auch die ganze Zeche zahlen. Geht man zusammen zum Essen, dann zahlt immer der Ranghöchste. Das ist normalerweise der Ausländer bzw. der ranghöchste Ausländer.
Verhaltensregeln in Thailand beim Essen

Kleidung in Thailand

Die Thais lieben es sich gut zu kleiden. Selbst die ärmsten unter den Thais kleiden sich besser als die Vielzahl der Touristen in Thailand. Für Thais ist die Art und Weise wie die ausländischen Touristen in Shorts und Sandalen herumlaufen ärmlich, unpassend und respektlos. Man sieht es auch deutlich, wenn man beobachtet wie Thais ungepflegte und schlecht gekleidete Ausländer zwar lächelnd, aber mit einem „niedrigen“ Wai begrüßen. Aber Thais sind auch sehr tolerant.

Schwarze und weiße Kleidung

In Thailand haben Farben eine besonders Bedeutung. Insbesondere die Farbe schwarz und die Farbe weiß. Man sollte sich nie komplett weiß oder komplett schwarz kleiden, denn so kleidet man sich in Thailand bei der Einäscherung wenn jemand gestorben ist. Kleidet man sich unifarben weiß oder schwarz, so ist das für die Thais extrem befremdlich. Ältere Menschen werden sich entfernen, weil sie Angst vor Geistern bekommen. Zu schwarzen Schuhen trägt man in Thailand weisse Socken.

Thailand Aberglauben

Thais sind sehr abergläubisch und glauben an Geister. Wenn ein Angehöriger stirbt, dann glaubt man in Thailand, dass sein Geist in den ersten Tagen nach dem Tod als Geist zurück kommt und im Haus nach dem Rechten schaut. Der Geist macht sich durch Klopfen bemerkbar. Man lässt deshalb die Tür offen, so dass er hereinkommen kann. Viele Thais haben Angst davor, dass der Geist kommt und ziehen deshalb für einige Zeit zu Verwandten. Möglichst weit weg.
Man darf auch keine Drillingsblumen (Bougainvillea) auf seinem Grundstück anpflanzen, denn das sind Blumengewächse die nur für Krematorien genutzt werden, wo die Toten verbrannt werden.
Desweiteren hängt man rote Hemden draußen auf die Wäscheleinen um ungebetenen männlichen Geisterbesuch fernzuhalten.
Fast jedes thailändische Schiff hat am Schiffsbug Blumengirlanden hängen um die Wassergeister zu ehren. Auch die Touristenboote und Expressboote auf dem Chao Phraya Fluss.

An gebundenen Blumen bitte nicht riechen

Thais binden verschiedenfarbige Blumenblüten zu den schönsten Blumengirlanden, Phuang Malai, Kränzen oder Blumensträu­ßen zusammen. An Blumen die für Brautpaare, für den Tempel, für Geburtstage oder als Opfergaben bestimmt sind darf man nicht riechen. Da die Blumen als Opfergabe für Buddha oder als Glücksbringer für nahestehende Thais gedacht sind. Thais glauben, dass wenn man daran riecht, die Blüten verunreinigt werden und man dadurch den Blüten den Zauber entziehen wird. Thais sind sehr abergläubisch.

Böse Menschen fernhalten

Wenn man in seinem Haus Besuch von einem bösen Menschen bekommen hat und er dann gegangen ist, dann vertreibt man auch noch seinen vielleicht verbliebenen Geist. Überall dort wo er gegangen ist schüttet man aus einer Schale etwas Wasser hin. Den ganzen Weg entlang bis zu der Stelle, wo er das Haus oder das Grundstück verlassen hat. Dann erst kann man sicher sein, dass er wirklich verschwunden ist.

Geisterhäuschen

Die Thailand baut man Geisterhäuschen auf, wenn man ein neues Haus bauen will. Die Geisterhäuschen sollen den Erdgeistern (Phra Phum) ein neues Zuhause geben. Als Alternative und Ersatz für das verwendete neue Grundstück.

thailändisches Geisterhäuschen

Gute und böse Geister

Erdgeister die in der Erde und im Geisterhäuschen wohnen sind gute Geister – aber es gibt auch böse Geister. Böse Geister sollte man nicht beim Namen nennen. Das bringt Unglück.
Um böse Geister loszuwerden, muss ein Geisterdoktor (Mo Phi), der über die Kraft des Geistes (Palang Chit) verfügt, die bösen Geister vertreiben. Ein Mo Phi ist meist ein Mönch.

Wetter beeinflussen bei Festen und Feiern

Wenn es bei einer wichtigen Zermonie oder Feier regnen könnte, dann muss ein jungfräuliches Mädchen aus dem Dorf sieben Stängel Zitronengras umgekehrt mit der Wurzel nach oben in den Boden stecken. Dann wird die Feier vom Regen verschont.

Wochentage

In Thailand ordnet man jedem Wochentag einen Schutzgott, eine Farbe und bestimmte besondere Eigenschaften zu. Für Thais ist es wichtiger zu wissen an welchem Wochentag sie geboren sind, als wann sie geboren sind. Beispiel: Dem Montag ist die Farbe gelb zugeordnet. Man spendet Geld für den Wochentag an dem man geboren ist. Das bringt Glück.

der Tag an dem man geboren ist ist wichtig - das Datum unwichtig

Sai Sin – Handgelenk Fadenarmband

Besucht man in Thailand jemanden in seinem Haus, dann bekommt man oftmals als Willkommensgeschenk ein weißes Fadenarmband „Sai Sin“ um das Handgelenk geschnürt. Der „Sai Sin“ ist ein heiliger Faden. Das ist Sitte in Thailand. Das darf man nicht verweigern, dies wäre so als würde man die Gastfreundschaft mit Füßen treten. Eine Verweigerung des „Sai Sin“ wäre eine grobe Unhöflichkeit. Auch darf man den weißen Faden, auch wenn er noch so stramm am Handgelenk festgezogen wurde nicht in Gegenwart des Gastgebers entfernen. Das Sai Sin Bändchen darf normalerweise nicht mehr abgemacht werden. Es muss von selbst abgehen. Auch von Mönchen im Tempel bekommt man das Sai Sin Bändchen. Es ist gesegnet und bringt Glück.

Kaputte Buddha Figuren

Gehen Buddha Figuren aus irgendeinem Grund kaputt, z.Bsp., wenn Sie auf den Boden gefallen sind. Dann darf man sie nicht einfach in den Müll schmeißen. Sondern man muss Sie in den nächsten Tempel bringen. Dort kümmert man sich um die Buddha Figuren oder Buddha Statuen. Das gilt auch für kleinste Plastik Buddha Figuren. Tut man das nicht, so bringt das großes Unglück.
Alle Buddha Bildnisse, Buddha Statuen und Buddha Figuren sind heilig. Egal ob klein, groß oder beschädigt, man muss sie mit Respekt behandeln. Entweiht man sie, dann wird man hart bestraft. Die härteste Strafe der Thais ist, dass man als Ausländer sein Gesicht und den Respekt der Thais verliert. Für Thais ist das schlimmer als die härteste physische Strafe.

Antiquitäten Buddha-Figuren

Antiquitäten dürfen nicht aus Thailand mitgenommen oder in Ausland versendet werden. Dies ist genemigungspflichtig. Siehe Thai Zollbestimmungen.

Schuhe ausziehen

Beim Betreten eines Privathauses, einer Wohnung oder eines Tempels muss man immer die Schuhe ausziehen. Auf dem Land zieht man die Schuhe auch bei kleinen Dienstleistern wie zum Beispiel beim Friseur aus. Socken darf man anlassen. Man sollte aber keine Löcher in den Socken haben, sonst blamiert man sich gewaltig.
Es gilt die Regel – stehen Schuhe vor der Tür, dann ist es höflich seine Schuhe auch ausziehen.

Verhalten im Tempel

1. Im Vorhof des Tempels darf man mit Schuhen umhergehen. Bevor man aber einen Tempel betritt, sollte man seine Schuhe ausziehen. Socken sind ok. Man sollte beim hineingehen in den Tempel darauf achten, dass man nicht auf die Türschwelle tritt. Thais glauben, dass durch das Auftreten auf die Türschwelle die darin wohnenden Geister verärgert werden.
2. Im Tempel muss man ansprechende Kleidung tragen. Männer sollten nicht oben ohne oder mit kurzen Shorts in den Tempel gehen. Für Frauen gilt: Kein Minirock, kein bauchfreies T-Shirt und möglichst keine Tops. Je nach Tempel ist man unterschiedlich streng. Am besten orientiert man sich an den Thais die in den Tempel gehen.

Kleidervorschriften im Thai Tempel

3. Man geht in den Tempel hinein und setzt sich auf den Boden und betet. Im Tempel ist es ruhig. Die Buddisten beten und meditieren im Tempel. Man sollte sich ruhig verhalten. Fotografieren darf man normalerweise, wenn es nicht durch Schilder verboten wurde. Allerdings nur ohne störende Knips-Geräusche. Den Blitz sollte man abschalten, damit die betenden Buddisten nicht gestört werden. Beim Fotographieren sollte man allerdings auf dem Boden knieen und nicht umherlaufen.
4. Sitzt man im Tempel auf dem Boden, dann dürfen die Füße nicht in Richtung einer Buddha Statue oder auf einen anwesenden Thai zeigen. Das wäre eine Beleidigung.
5. Geht man in Südthailand in eine Moslemische Moschee, sind die Regeln noch strenger. Männer sollten Hüte und lange Hosen tragen. Frauen sollten lange Kleider und lange zugeknöpfte Blusen tragen, sowie ein Kopftuch über den Haaren. Ähnliche Kleidung ist erlaubt.

Buddistische Mönche

Überall in Thailand begegnet man buddistischen Mönchen. Sie wohnen in den Tempelanlagen oder in der Nähe der Anlagen. Es gibt sie in allen Städten von Thailand. Wer möchte kann sich gerne mit den Mönchen unterhalten – sie sind sehr weltoffen und durchaus unterhaltend. Man geht einfach in einen Tempel und spricht mit Ihnen.
Es gibt nur eine Regel: Frauen dürfen Mönche unter gar keinen Umständen berühren – und umgekehrt. Kommt es zu einer Berührung, z.Bsp: wenn Sie unbedacht den Mönchen ein Geschenk überreichen möchten, dann müssen sich die Mönche einer sehr aufwendigen und umständlichen „Reinigungszeremonie“ unterziehen. Als Frau legt man Geschenke oder Essen am besten auf dem Boden ab oder bittet einen Mann, sie zu übergeben. Wenn man mit einem Mönch zu Fuß irgendwo entlang geht, dann sollte man immer ein bisschen hinter einem Mönch hergehen.

Kerzen spenden

Ein besonderer Brauch in Thailand ist es, dass jede thailändische Schulklasse immer am Feiertag Khao Phansa, eine reich verzierte große Kerze an die Mönche im lokalen Tempel spendet.

Geschenk bei Buddistischer Heirat

Bei einer buddistischen Heirat bringt die Familie des Bräutigams zwei Bananenstauden mit Wurzeln und zwei Zuckerrohrstangen mit roten Schleifen zum Haus der Braut. Damit wünscht die Bräutigam-Familie, dass die Ehe fruchtbar wird. Wenn die Pflanzen gut anwachsen und gedeihen, dann glaubt man, dass auch bald zahlreich Kinder heranwachsen werden.

Anrede

Thais sprechen sich mit Vornamen an und stellen den Namen „Khun“ voran. Dass ist wie bei uns Herr oder Frau. z.Bsp: „Khun Gisela“, „Khun Peter“

Komplimente und Kritik

Wenn man nach Thailand kommt wird man sofort merken, dass Thais überaus höfliche Menschen sind. Streit oder Konfrontationen gehen sie lieber aus dem Weg, damit beide Parteien nicht ihr Gesicht verlieren. Man sollte nie Thailand als Land oder thailändische Errungenschaften kritisieren. Auch Menschen kritisiert man besser nicht. Man sollte immer freundlich und beherrscht sein. Übt man Kritik, dann sollte man Sie mit viel Lob und Lächeln ausgleichen.
Thais lieben nette Dinge zu hören. Daher immer loben und bewundern und schöne Dinge über Thailand sagen.

Danke sagen

Danke sagt man in Thailand mit einem Lächeln oder einem Wai. Oder man sagt „Kop Khun Khrap“ als Mann, oder „Kop Khun Kha“ als Frau.

Kellner und Servicepersonal

Im Restaurant ruft man das Servicepersonal nicht, sondern nutzt eine kleine Handbewegung. Wie macht man das ??? … Handflächen nach unten und die ausgestreckten Finger auf-und-ab bewegen.

Taxi, Tuk Tuk oder Songthaew herwinken

Will man ein Fahrzeug herwinken dann hält man die Hand horizontal beim Winken – die Finger sollten nach unten zeigen. Dann die ausgestreckten Finger auf-und-ab bewegen. (Wie beim Kellner herwinken). Wenn die Finger nach oben zeigen ist das sehr unhöflich.

Küssen, Umarmen und Händchenhalten

Öffentliche Zärtlichkeiten zwischen den Männern und Frauen sieht man nicht gerne in Thailand. Es wird als sexuelle Zärtlichkeit gesehen. Händchenhalten ist nicht normal in Thailand. Allerdings sieht man händchenhaltende Paare immer öfter in Bangkok, wo Jugendliche die westlichen Sitten kopieren. Auf dem Land wird ein Mann, der mit seiner Frau händchenhaltend spazieren geht oft gefragt ob er Angst hat, dass seine Frau davonläuft.

Beherrschung im Streitfall

In Thailand versucht man Streit in aller Öffentlichkeit zu vermeiden. Wer die Beherrschung verliert und laut wird, der verliert sein Gesicht, sein Ansehen und seinen sozialen Rang. In Thailand sollte man sich seinen Ärger nicht anmerken lassen.

Unpünktlichkeit

In Thailand nimmt man vieles ruhig und gelassen. Wo es nicht auf einen genauen Zeitpunkt ankommt, da kommt man einfach irgendwann. Wenn man einen fixen Termin ausmachen will, dann sagt man dies am besten explizit dazu. Es hat sich der Begriff „Farang Zeit“ eingebürgert. Weil die Ausländer so gut wie immer pünktlich sind.

Trinkgelder

In Thailand ist es nicht üblich Trinkgelder zu geben. Als Tourist und Ausländer muss man sehr diplomatisch mit Trinkgeld umgehen.

Betelnuss kauen

Vorwiegend auf dem Land werden Betelnüsse von meist älteren Frauen gekaut. Die Nüsse werden dafür klein gehackt und in leicht gekalkte Blätter des Betelpfeffers eingewickelt. Das Kauen der Nüsse wirkt appetitzügelnd, aufputschend, entspannend und wohltuend. Nebenwirkung ist ein verstärkter Speichelfluss und eine Schwarzfärbung der Zähne.

Betel kauen in Thailand

Der Speichel färbt sich rot und wird von den Betelnusskauern oft ausgespuckt. Ältere Frauen auf dem Land sieht man daher oft mit sehr schwarzen Zähnen.
… Mehr zur Betelnuss

Geschenke an Thais

Thais erhalten gerne Geschenke. Allerdings kann es manchmal sehr mühselig sein einem Thai etwas zu schenken. Er wird die Annnahme des Geschenks aus Höflichkeit mehrfach (4x) verweigern bis er das Geschenk annimmt. Da muss man hartnäckig bleiben. Irgendwann nimmt er das Geschenk an und legt es unauffällig zur Seite. Er wird das Geschenk nicht sofort öffnen, weil er eine unangemessene Gefühlsregung beim Erblicken des Geschenk befürchtet, die zum Gesichtsverlust des Schenkenden oder des Beschenkten führen könnte.

Thailänder sind „Angeber“?

Thailänder zeigen was Sie besitzen und prahlen damit. Thais zeigen gerne was sie besitzen und sind der Meinung, dass man Wohlstand zeigen sollte. Das ist normal in Thailand. Als Ausländer in Thailand sollte man das aber nicht tun. Schnell wird einem alles gestohlen.

Handhabung | Ausnahmen

Immer mehr verschwinden die guten Sitten und Bräuche in Thailand. Man sieht viele Thais, die sich nicht mehr darum scheren. Trotzdem sollte man die traditionellen Sitten und Bräuche in Thailand gerade als Ausländer respektieren – auch wenn es viele Thais selbst nicht mehr tun.

Zuletzt aktualisiert ZA-01-2018

6 Kommentare

    • Das sagt wikipedia:
      Farang (in Thai: ฝรั่ง, ausgesprochen: [faràŋ], in der Umgangssprache auch oft falang) ist der in Thailand übliche Begriff für Ausländer mit weißer Hautfarbe. Afrikaner oder Afroamerikaner werden meist als Negro, afroamerikanische US-Soldaten während des Vietnamkrieges früher auch oft als Farang Dam („Schwarze Farang“) bezeichnet. Im Gegensatz dazu heißen Südasiaten und Westasiaten (z. B. Araber, Perser, Türken, Inder, Nepalesen) Kaek (แขก, wörtlich: Gäste) oder etwas abwertend Abang (อาบัง).

      Generell ist Farang ein neutrales Wort, kann aber auch – je nach Kontext – abwertend bzw. als Schimpfwort verstanden werden. In Thailand lebende und reisende Europäer und Amerikaner verwenden den Ausdruck auch häufig als Selbstbezeichnung.

  1. Hi, wenn das Sai Sin Bändchen von selbst aus Versehen abgeht, dann bringt es Dir kein Unglück. Du kannst es wieder anlegen oder irgendwo gut aufbewahren. Es ist nicht entweiht. Gläubige Buddhisten bewahren es gut auf. Es wird Dir weiterhin Glück bringen.

  2. Hallo, ich habe eine Frage.. Wir waren in Kambodscha, im Tempel und dort habe ich am linken Handgelenk ein 3farbiges Bändchen, orange-gelb-pink, und der weibliche Mönch gegen eine Spende mit Segen erhalten… Trage es sehr gern.. Nun ist mir das Band versehentlich mit dem ausziehen von Kleidung mit abgerutscht und ich habe das bändchen sofort wieder angezogen.. Da es ja ganz war! Nun meine Frage :ist es entweiht , bringt es mir Pech oder schlimmeres? Bitte um Antwort und Hilfe wie ich mich verhalten soll, es war das erste mal für mich. Vielen herzlichen Dank im Voraus.

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