Reis (Khao) | ข้าว

Reispflanze
Ähren der Reispflanze

Geschichte vom Reis und der Reispflanze

► Die Geschichte des Reisanbaus lässt sich heute bis zu 7.000 Jahren zurückverfolgen. Die Ursprünge der Reispflanze liegt vermutlich in den Flussdeltas des Mekong, des Chao Phraya und des Ganges. Weltweit sind etwa 8.000 verschiedene Reissorten im internationalen Reisforschungsinstitut IRRI auf den Philippinen registriert. Weitere 22.000 Reissorten lagern in Indien in der „Indira Ghandi Landwirtschaftlichen Universität". Dort gibt es eine Reiskorn Plasmabank, wo vorhandene Reissorten gesammelt werden um die genetische Vielfalt der Reispflanze zu bewahren.
Über Jahrhunderte von Jahren wurde die Reispflanze durch Züchtung an verschiedene Klimabedingungen angepasst. Reispflanzen bevorzugen heißes subtropische Klima wo gleichzeitig auch hohe Feuchtigkeit vorhanden ist. Mittlerweise gibt es aber auch etliche Trockenreissorten. Und es gibt auch schon gentechnisch veränderte Reispflanzen wie den Goldenen Reis.

Reispflanze

Die Reispflanze (Oryza Sativa) ist ein Überlebenskünstler. Sie wächst auf allen fünf Kontinenten sowohl in Überschwemmungs- und Sumpfgebieten wie auch auf ganz normalem Boden in Fruchtfolge mit anderen Kulturpflanzen.
Über Jahrhunderte von Jahren wurde die Reispflanze durch Züchtung an verschiedene Klimabedingungen angepasst. Reispflanzen bevorzugen heißes subtropische Klima wo gleichzeitig auch hohe Feuchtigkeit vorhanden ist. Mittlerweise gibt es aber auch etliche Trockenreissorten. Und es gibt auch schon gentechnisch veränderte Reispflanzen wie den Goldenen Reis.
Reispflanzen lassen sich ganz grob in zwei Gruppen unterteilen:
Zum einen die Japonica Reissorten zum anderen die Indica Reissorten.

Reispflanzen unter Wasser

Japonica Reissorten

Die Japonica Reissorten sind vor allem in Ostasien, Arabien, Südamerika und Australien zuhause. Die Reiskörner der Japonica Reissorten sind rundlich oval und kurz. Bei Kochen absorbieren sie viel Flüssigkeit und werden leicht klebrig. Man verwendet Japonica Reissorten für Milchreis, Risotto, Paella oder Suppen.

Typische Japonica Reissorten:
Rundkornreis, Klebreis und alle Risotto Reissorten.

Indica Reissorten

Indica Reissorten wachsen im subtropischen Südostasien und Südasien, Madagaskar, der Karibik und im Süden der USA. Indica Reissorten sind sehr robust und überstehen auch Trockenperioden unbeschadet. Die Reiskörner sind schlank und länglich. Beim Kochen nehmen die Indica Reiskörner wenig Flüssigkeit auf und behalten Ihre Konsistenz

Typische Indica Reissorten:
Langkornreis, Jasminreis, Basmatireis, Thai Patna-Reis

Das Reiskorn

Die Reispflanze entwickelt Blütenrispen die bis zu 50 cm lang werden können. An den Rispen entwickeln sich bis zu 300 Blüten, die sich selbst bestäuben können. Circa 5 Wochen nach der Reisblüte sind die Reiskörner herangereift.
Das einzelne Reiskorn wird geschützt von harten Deckspelzen.
Das Reiskorn ist desweiteren von einem Silberhäutchen umgeben das wiederum aus den Schichten Fruchtschale, Samenschale und proteinhaltige Aleuronschicht besteht. Das Silberhäutchen enthält den Großteil an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen.
Am unteren Ende des Reiskorns ist noch der Reiskeimling vorhanden.

Rohreis (Paddy) nennt man die Reiskörner wenn sie gedroschen und getrocknet wurden und von den harten Spelzen umgeben sind. Für die Küche ist dieser Rohreis noch nicht verwendbar. Halbrohreis (Vollkornreis, Brauner Reis) nennt man die Reiskörner wenn die Spelzen entfernt wurde und das Reiskorn noch Silberhäutchen und Keimling hat.

Weißer Reis entsteht durch das wegschleifen des Silberhäutchens am Vollkornreis. Der Schleifstaub wird als Tierfutter verwendet aus dem Keimling gewinnt man Reiskeimöl.

Reisanbau

In Asien wird weltweit mit Abstand die größte Menge an Reis produziert. Das sind ungefähr 95 % der gesamten weltweiten Reisproduktion. Die größten Reisproduzenten sind China, Indien, Indonesien, Vietnam und Thailand.
In den meisten dieser Ländern erfolgt der Reisanbau immer noch traditionell von Hand auf den typischen Reisterrassen.
Zum Bearbeiten der Felder nutzt man Wasserbüffel um die Felder mit dem Pflug vorzubereiten.

Die Felder werden unter Wasser gesetzt und die Reissämlinge werden von Hand in die Felder gesetzt.

Das Wasser dient dazu, dass kein Unkraut wachsen kann und am Boden lebende Schädlinge nicht aktiv werden können. Das Wasser wird erst kurz vor der Ernte abgelassen.

Der Reis war ursprünglich keine Wasserpflanze, hat sich aber über die Jahrtausende durch natürliche Selektion und Zucht an die mit Wasser gefluteten Felder angepasst.

Reisfeld mit Cerere Reis
Reisfeld mit Cerere

Reisernte auf den Reisfeldern

Die Reisernte erfolgt auf den Reisterrassen überwiegend per Hand. Die Ernte in den Reisanbaugebieten in Thailand erfolgt mit modernen Reis Erntemaschinen. Nach dem manuellen Dreschen oder der vollautomatisierten Ernte wird der Braune Reis getrocknet und gereinigt. Danach wird wird das Silberhäutchen vom "Braunen Reis" vom Reiskorn entfernt und es entsteht "Weißer Reis". Abschließend werden die Reiskörner noch mit Talkum und Glucose poliert damit sie schön weiß werden.

Im Silberhäutchen vom "Braunen Reis" ist Fett enthalten, das im tropischen Klima schnell verdirbt. Daher muss er trotz Nährstoffverlusten geschält werden. Der Weiße Reis ist nahezu unbegrenzt lagerfähig.

Reis trocknen in Thailand

Der Rohreis, der geerntet wurde, muss immer vor der Weiterverwendung getrocknet werden. Das geht am besten geht das Trocknen auf einem großen Platz oder einer großen ebenen Fläche. Da die kleinen Reisbauern auf dem Land solche Flächen nicht haben werden in den ländlichen Regionen die Straßen dafür zweckentfremdet.

Reis trocknen auf der Strasse
Naturreis trocknen auf der Strasse

Man sperrt einfach eine Straßenspur ab und trocknet dort den Rohreis. Die Straße ist zum Trocknen ideal. Der Straßenverkehr wird dadurch natürlich etwas eingeschränkt.

Getrockneter Naturreis beim Verarbeiten
Reislieferung Naturreis

Ist Reis gesund

Der geschälte "Weiße Reis" so wie wir in kennen, enthält viel Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Zusätzlich noch einige wenige Mineralstoffe wie Phosphor, Jod, Magnesium und Eisen.
Im ungeschälten "Brauen Reis" sind darüberhinaus Vitamin B, Vitamin E und K enthalten, sowie verschiedene Proteine.
Reis ist ein gesundes fettarmes Lebensmittel, das perfekt mit Gemüse, Fisch und Fleisch harmoniert.

Reis ist glutenfrei

Unter dem Begriff "Gluten" versteht man eine Mischung aus verschiedenen Proteinen, Lipiden und Kohlehydraten. Es gibt einige Menschen die gegen Gluten allergisch sind.
Reismehl ist vollkommen glutenfrei und kann daher für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ein sinnvoller Getreidemehlersatz sein.

Nutzen der Reispflanze

Das Reiskorn dient den Menschen als Lebensmittel. Der Bruchreis wird zur Herstellung von Klebstoff, Puder oder Wäschestärke verwendet. Die Reiskleie dient als Tierfutter. Mit dem feinen Reisstroh werden Schuhe und Hüte hergestellt. Die Reiskornhülsen (Spelze) werden als Packmaterial und zur Matratzenfüllung verwendet. Aus Reis destilliert man Alkohol und stellt Reiswein, Reisschnaps und Bier her.

Reis ernährt die Welt

In Asien liegt der Jahresverbrauch von Reis bei 150 kg pro Person. Im Vergleich dazu liegt in Deutschland der Reisverbrauch bei mickrigen 2 kg pro Person.
Für die Hälfte der Weltbevölkerung ist Reis das Hauptnahrungsmittel.
Die Nachfrage ist ungebrochen. Die Weltreisproduktion wächst kontinuierlich und liegt derzeit bei mehr als 600 Millionen Tonnen pro Jahr.

Genetisch veränderte Reispflanze

Derzeit wird mit Hochdruck an einer genetisch veränderten Reispflanze gearbeitet und man hat Sie auch bereits entwickelt. Eine Pflanze die Beta-Karotin enthält. Dieser "Goldene Reis" mit Beta-Karotin, das als Vorstufe für Vitamin A ist, soll den Hunger und die Mangelkrankheiten in der Welt beseitigen.
In Dritte-Welt Ländern erblinden viele Menschen wegen Vitamin-A Mangel. Goldener Reis soll das Mangelproblem lösen – ist aber sehr umstritten.

Auf thailändisch Reis: Khao | ข้าว

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