Koriander (Pak Chi) | ผักชี – und Korianderwurzeln (Rak Pak Chi) | รากผักชี

Koriander
Koriander (Pak Chi) | ผักชี mit Korianderwurzeln (Rak Pak Chi) | รากผักชี

Koriander ist Würzkraut und Heilkraut

► Koriander gehört zu den bekanntesten Küchenkräutern und Heilkräutern der Welt. In ganz Asien und vor allem in Thailand hat man den weltweit höchsten pro Kopf Verbrauch an frischem Koriander und Koriandersamen.

Man nennt ihn auch arabische, chinesische, indische oder asiatische Petersilie, Kaliander, Wanzenkraut oder Gewürzkoriander.

Botanisch gesehen gehört er zu den Doldengewächsen und wird bis zu 60 cm hoch. Er hat weiße bis rötliche Korianderblüten. Der aus der Blüte entstehende Koriandersamen ist bräunlich bis gelblich. Er ist sehr gesund und zählt auch zu den Heilkräutern. 

Korianderstängel
Korianderstängel

Die thailändische Küche

In der thailändischen Küche werden Unmengen von frischem Koriander, Koriandersamen und Korianderwurzeln für eine unüberschaubare Vielzahl von Gerichten verarbeitet. Ohne das Gewürzkraut kann man sich die Thai Küche kaum vorstellen. Der frische, grüne und würzige Koriander gibt den vielen Speisen den unverwechselbaren Koriander Geschmack und bringt die Würze in die gesamte Ernährung.

In der asiatischen Küche wird alles von der Korianderpflanze verwendet:
Das Korianderblatt mit dem Korianderblattstiel, sowie der Koriandersamen und auch die Korianderwurzel.

Frischer Koriander (Pak Chi) | ผักชี

Die frischen pfeffrigen Korianderblätter schmecken leicht scharf und etwas bitter und haben einen starken Eigengeschmack. Im Nachgeschmack sind sie dann leicht süßlich.

Koriander
Korianderblätter

Man verwendet frischen Koriander für Suppen und Salate oder zur Zubereitung von Gewürzpasten. Als Beilage isst man die Korianderblätter mit dem Stiel auch roh. Für die berühmte thailändische Suppe "Tom Yam" ist Koriander unverzichtbar.

Korianderwurzeln (Rak Pak Chi) | รากผักชี

Auch die frischen Wurzeln werden in der thailändischen Küche gerne gegessen.

Korianderwurzel
Korianderwurzeln

Man verwendet sie für Curry Pasten und für "Tom Yam Gung"

Koriandersamen (Met Pak Chi) | เม็ดผักชี

Koriander ist in der Thai-Küche und in der ayurvedischen Küche so populär wie bei uns vielleicht Petersilie. In Thailand wird aber nicht nur das frische Korianderkraut verwendet, sondern auch der getrocknete Samen. Koriandersamen werden für viele exotische thailändische Gerichte wie Thai Currys oder Chutneys verwendet und sind Bestandteil jeder thailändischen und Currymischung.

Korianderwurzeln
Koriandersamen

Koriandersamen werden auch als Heilmittel verwendet. Die im Samen enthaltenen ätherischen Öle regen die Verdauung an.
Einen appetit- und verdauungsfördernden Koriander-Tee brüht man mit einen halben Teelöffel Koriandersamen mit 150 ml heissem Wasser auf. Den Tee dabei 15 Minuten ziehen lassen.

Die bräunlichen getrockneten und gemahlenen Koriandersamen schmecken leicht süßlich und mild und etwas nach Orange bzw. Zimt. Beim Zerkauen der Koriandersamen bleibt eine leicht süssliche Geschmacks-Nuance auf der Zunge.

Um aus Koriandersamen das beliebte Korianderpulver zu gewinnen wird der Samen geröstet und dann in einer normalen Gewürzmühle zu Pulver zermahlen. Das Rösten gibt dem Korianderpulver noch mehr Aroma.

Korianderpulver (Pong Pak Chi) | ผงผักชี

Nach dem Zermahlen des Samens bekommt man das beliebte Gewürz Korianderpulver. Das Pulver hat eine leichte Orangennote  mit einem würzigen nussigen Zitronengeschmack. Das Pulver verwendet man in der thailändischen Küche zur Herstellung von Curry Pasten.

Getrockneter Koriander (Bai Pak Chi Haeng) | ใบผักชีแห้ง

Getrockneter Koriander wird in Europa als Gewürz verwendet. In Thailand verwendet man nur frischen Koriander.

getrockneter Koriander

Korianderöl (Nam Man Pak Chi) | น้ำมันผักชี

Das Korianderöl wird in der thailändischen Küche generell zum Würzen von Speisen und für verschiedene Getränkemischungen verwendet. Meistens wird Korianderöl allerdings als Heilmittel verwendet. Das Korianderöl gewinnt man durch Auspressen des Koriandersamens. Koriandersamen enthält übrigens noch 20-22 % Korianderöl.

Thailändische Koriander Rezepte

Scharfe Garnelensuppe (Tom Yam Gung) | ต้มยำกุ้ง
Thailändische Fischsuppe – Khao Tom Pla
Thailändische Wan Tan Suppe – Kaew Nam Moo
Scharfe Salatsauce – Nam Yum Look Shin Moo

Thai Küchentipps

Frische Korianderpflanzen kaufen
In den Supermärkten gibt es vereinzelt frische Korianderpflanzen in Töpfen zu kaufen. In den Asia Shops findet man ihn mit Stielen und den Korianderwurzeln in Folie verpackt im Kühlregal.

Koriander zum Kochen vorbereiten
Zuerst muss man ihn waschen und trocken schütteln. In Thailand verarbeitet man den Koriander mit den Stielen und hackt die Blätter mit den Stielen klein – oder verwendet sie im ganzen. Die Korianderwurzeln werden für Suppen und Würzpasten verwendet.

Lagerung Koriander

Frischer Koriander im Topf kann lange aufbewahrt werden. Er wächst sogar nach wenn man den Korianderstiele alle abgeschnitten hat.

Frischer Koriander ohne Wurzeln aus dem Asiamarkt kann man einfrieren. Er wird aber nach dem Auftauen labberig.

Frischer Koriander mit Wurzeln aus dem Asiamarkt kann man gut 10 Tage frisch halten. Dazu nur die Wurzeln waschen und die anhaftende Erde abzuspülen. Dann wie ein Blumenstrauß in ein Glas mit Wasser stellen. Über das Korianderkraut noch eine Plastikfolie stülpen und mit einem Gummi am Glasrand luftdicht verschließen. Dann das ganze in den Kühlschrank stellen.

Koriandersamen lagert man am besten kühl, dunkel und luftdicht. So bleibt Koriandersamen lange aromatisch.

Korianderpulver: Das Aroma von Korianderpulver verfliegt schnell, daher sollte man es nicht lange aufbewahren. Am besten ist es, sich das Gewürzpulver vor dem Kochen schnell aus Koriandersamen selbst herzustellen. Dazu röstet man den Koriandersamen in einer Pfanne – das verstärkt das Korianderaroma – und gibt ihn dann in einen Mörser um die Samen zu Gewürzpulver zu zerkleinern.

Koriandergewürz richtig dosieren

Beim Würzen von Speisen sollte man den Koriander immer mit viel Fingerspitzengefühl dosieren. Daher immer abschmecken! Nimmt man zu viel vom Korianderkraut dann wird der Koriandergeschmack zu dominant. Koriander passt am besten zu Kreuzkümmel und Minze. Mit anderen Gewürzen harmoniert er weniger gut.

Koriander ist gesund

Die in der Gewürzpflanze enthaltenen Phytonährstoffe und seine ätherischen Öle sind für die Heilwirkung des Korianders verantwortlich. Bei Rheuma und anderen chronischen Entzündungskrankheiten kann Koriander Linderung verschaffen. Auch ist er hilfreich bei Magen Darm Beschwerden und fördert die Verdauung. Bei der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und bei Ayurveda setzt man auf die Heilkraft von Koriander bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall und Magenschmerzen. Im grünen Korianderblatt und im Korianderöl findet man Dodecenal. Dodecenal ist ein natürliches Antibiotikum das verschiedene Bakterien am Wachstum hindern kann oder auch für die Bakterien tödlich sein kann. Korianderöl wirkt auch sehr gut bei bakteriellen Infektionen.

Korianderpflanze

Die Korianderpflanze wird bis zu 60 cm hoch und hat stark verzweigte Stängel. Die Blätter des Korianders sind hellgrün und sehen aus wie die Blätter der Flachpetersilie auf langen Stielen. Wächst die Pflanze, dann werden die Blätter je höher sie an der Korianderpflanze angeordnet sind immer kleiner und feiner zerteilt.

blühender Koriander

Korianderblüten: Koriander gehört zu den Doldengewächsen wie etwa Dill und die Korianderblüten treten daher in Dolden auf. Korianderblüten sind weiß bis rötlich und sehr fein. Die Blüten entwickeln kleine bis 5 mm große Spaltfrüchte. Auf den Spaltfrüchten sieht man deutliche Ölstriemen. Aus diesen Spaltfrüchten erntet man den Samen.

Anzucht und Ernte

Koriander ist eine einjährige nicht winterharte Pflanze und muss jedes Jahr neu angepflanzt werden. Er lässt sich einfach aus dem Koriandersamen ziehen. Das frische Saatgut keimt leicht und lichtunabhängig und wird nach dem Aussähen mit etwas Erde bedeckt um das Saatgut besser feucht zu halten. Eine Korianderpflanze wächst gut auf kalkhaltigen Böden und liebt das warme Klima. Die Anzucht bei einer Temperatur zwischen 5 und 20 Grad Celsius an einem sonnigen bis halbschattigen Standort ist ideal. Schon 8 Wochen nach der Aussaat kann man das Korianderkraut mit den Korianderwurzeln ernten.
Erntet man das Korianderkraut nicht ab, so beginnt die Korianderblüte nach 10 bis 12 Wochen. Weitere 6 Wochen später sieht man die ersten Spaltfrüchte. Wenn ich die Spaltfrüchte bräunlich verfärben, dann kann man mit der Samenernte beginnen. Geerntet wird kurz vor der Vollreife, weil man dann weniger Ernteverluste bekommt. Bei Vollreife lösen sich die Spaltfrüchte extrem leicht von der Dolde. Die ausgereifte Korianderpflanze wird abgeschnitten und dann sorgfältig gedroschen und anschließend getrocknet.
Ernteertrag: Pflanzt man in seinem Garten mit einem Pflanzabstand von circa 20 cm auf circa 5 Quadratmeter Koriander an, dann bekommt man als Ernte ungefähr 1 kg Koriandersamen.

Ein wichtiges Gewürz in der thailändischen Küche ist Thai Basilikum.
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